„Die Frauen, die er kannte“

Neustart. Es war jetzt etwas länger ruhig. Ich habe zum einen wenig gelesen, zum anderen einfach auch keine Lust auf noch mehr digitales Leben gehabt. Es findet gerade ja alles nur noch digital statt. Das nervt… Und dann gibt es da auch noch Dinge im offline Leben, die gerade viel Aufmerksamkeit brauchen. Ich habe nach wie vor nicht meinen Platz in dieser neuen Situation gefunden. Ich warte irgendwie auf ein „vor der Corona Zeit“. Aber das wird es nicht geben. Und deswegen jetzt der Neustart. Das innerliche Abfinden mit der Ist-Situation. Packen wir es an. Ich versuche neu zu starten. Ab sofort ist Corona keine Ausrede mehr. Mal schauen was draus wird. 😉

Autor:   M. Hjorth & H. Rosenfeldt

Titel:   Die Frauen, die er kannte

Seiten:   752

Worum geht’s:    Eine grausame Mordserie in Schweden. Frauen werden in ihren eigenen vier Wänden ermordet. Ganz klar – hier ist ein Serientäter am Werk. Merkwürdig nur, dass die Taten genau die Handschrift desjenigen tragen, der seit mehreren Jahren wegen dieser Taten im Gefängnis sitzt…
Der ehemalige Ermittler Sebastian Bergmann hat sein Leben nicht mehr im Griff. Er hat jegliche Struktur verloren und verliert sich in den Gedanken an seine leibliche Tochter, die nichts von ihm weiß. Er versucht sich in das Ermittlerteam, mit dem er einst zusammengearbeitet hat, wieder hineinzudrängen.
Doch als klar wird, dass er eines der Opfer kannte, ist er plötzlich viel näher an den Ermittlungen dran, als ihm lieb ist…

Empfehlung:  Mal wieder ein klares Jein. 😉 Ich weiß gar nicht, ob mich das Buch begeistert oder gelangweilt hat. An manchen Stellen dachte ich – wow, hier kommt Spannung auf. Wie geht es weiter? Doch dann war der Moment schon wieder verflogen. Die Charaktere und die Handlung weisen irgendwie Lücken auf.
Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich hier in einen zweiten Teil einer Serie gestartet bin und mir für den Einstieg in die Charaktere der Anfang fehlt? Macht euch selbst ein Bild – völlige Zeitverschwendung ist es auf jeden Fall nicht. 😉

Wertung:   3/5

„Der Kreidemann“

Perfekter Start in ein neues Jahr – lange im Bett liegen bleiben, mit der ersten Tasse Kaffee des Jahres und einem Buch aufs Sofa kuscheln… Irgendwann mal aufraffen und trotz Nieselregen einen Spaziergang machen, um etwas frische Luft zu schnappen. Um sich dann durchgekühlt mit einem Tee, einer Decke und dem Buch wieder aufs Sofa zu kuscheln. 🙂
HAPPY NEW YEAR!!!

Autor:   C.J. Tudor

Titel:   Der Kreidemann

Seiten:   416

Worum geht’s:    Ed ist gerade 12 Jahre alt, als sich sein Leben schlagartig ändert – mit seinen Freunden findet er die Leiche eines Mädchens im Wald. Sie wurde Opfer eines Gewaltverbrechens.
Dreißig Jahre später scheint das Leben von Ed wieder in normalen Bahnen zu laufen. Die Ereignisse von damals sind Vergangenheit. Doch nur bis zu dem Tag, an dem ihm jemand ein Stück Kreide und die Zeichnung eines Strichmännchens zustellt – eben jene Utensilien, die ihn und seine Freunde damals auf die Spur des Opfers brachten…

Empfehlung:  Ja, wirklich lesenswert. Glücksgriff zum Start ins neue Jahr. Trotz der Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit konnte ich der Handlung gut folgen, ohne mich ständig konzentrieren zu müssen. Die Spannung wird von Beginn an gut aufgebaut und gehalten.

Wertung:   4/5

„Harry Potter und das verwunschene Kind“

Weil es der Weihnachtsmann gebracht hat, mal schnell zwischendurch. 😉

Autor:   J.K. Rowling

Titel:   Harry Potter und das verwunschene Kind

Seiten:   357

Worum geht’s:    Wir tauchen wieder ein in die Welt von Harry Potter. Es sind einige Jahre vergangen, Harry ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Das Verhältnis zu seinem Sohn Albus ist schwierig. Dieser tut sich schwer damit in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Doch als die Gefahr der dunklen Macht, welche vom lang besiegt geglaubten Voldemort ausgeht, die inzwischen heile Welt der Zauberer zu zerstören scheint, wächst Albus über sich hinaus.

Empfehlung:  Wer Harry Potter liebt, sollte auch dieses Buch lesen. Mich konnte der Stil des Theaterstückes zwar nicht überzeugen, aber die Handlung war stimmig und es tat so gut mal wieder in Harrys Leben einzutauchen. Zu erfahren was aus seinen Freunden nach all den Jahren geworden ist. Einen Einblick in seine eigene Familie zu bekommen. Hat schon seine Gründe, dass ich das Buch innerhalb eines Tages fertig gelesen habe. 😉

Wertung:   4/5

„Sechs mal zwei“

An den Feiertagen Corona-bedingt (Weihnachten ist ja doch noch deutlich ruhiger als die letzten Jahre eh schon) noch mal Zeit und Ruhe für mich selbst gehabt…

Autor:   Arne Dahl

Titel:   Sechs mal zwei

Seiten:   395

Worum geht’s:    Molly Blom und Sam Berger sind untergetaucht. Als ehemalige Ermittler zu Unrecht eines Mordes verdächtigt, werden sie im ganzen Land gesucht. Desiree Rosenkvist, Sams ehemalige Partnerin, ist sich jedoch sicher, dass zumindest Sam unschuldig ist. Sie kontaktiert beide, als sie durch einen Brief auf einen alten Fall aufmerksam gemacht wird. Sie bittet die ehemaligen Kollegen undercover zu ermitteln.
Doch so unbemerkt wie erhofft laufen die Ermittlungen nicht. Sam und Molly schweben in höchster Gefahr…

Empfehlung:  Naja, ich bin sehr unschlüssig. Insgesamt war die Story schon irgendwie spannend. Aber stellenweise auch sehr verwirrend. Ich tat mich schwer der Handlung zu folgen. Hatte stellenweise das Gefühl irgendwas verpasst zu haben. So wie mir an einigen Stellen Übergänge und Informationen fehlten, war es an anderen dann wieder zu langatmig. In Summe interessante Charaktere, gute spannende Handlung – also Mittelklasse. 😉

Wertung:   3/5

„Die Chirurgin“

 Eigentlich schon vor ein paar Tagen gelesen. Aber irgendwie fehlte mir die Motivation mich an den PC zu setzen und zu schreiben. So wie mir im Moment für so vieles die Motivation fehlt…

Autor:   Tess  Gerritsen

Titel:   Die Chirurgin

Seiten:   416

Worum geht’s:    Eine grausam zugerichtete Frauenleiche. Ermordet und geschändet in ihrer eigenen Wohnung. Einem Ort, der eigentlich Sicherheit vermittelt. Die Ermittler Rizzoli und Moore sind schockiert. Eine Spur führt zu einer Ärztin, welche vor zwei Jahren einen ganz ähnlichen Übergriff erleiden musste und schwer verletzt überlebte.
Als die Spur zu einer weiteren Frau führt, ist längst klar dass die Taten irgendwie mit der Ärztin in Zusammenhang stehen… 

Empfehlung:  Ja, definitiv lesenswert. Aber stellenweise sehr grausam. Man braucht gute Nerven um sich dem Thema zu stellen. Gute Charaktere die Lust auf mehr machen. Neben den Ermittlungen auch ein Hauch Menschlichkeit, ohne in Gefühlsduselei zu verfallen. Nur an wenigen Stellen etwas kompliziert, an anderen langatmig. Insgesamt gelungen.

Wertung:   4/5

„Thirteen Reasons Why“

Wenn dein durcheinander geratenes Verdauungssystem dich dazu zwingt einen Tag zu Hause zu bleiben, kannst du es dir ohne schlechtes Gewissen mit einem Tee und einem Buch auf dem Sofa gemütlich machen. 🙂

Autor:   Jay  Asher

Titel:   Thirteen Reasons Why

Seiten:   288

Worum geht’s:    Nach dem Suizid einer Mitschülerin erhält Clay eine Postsendung mit Kassetten und einen Brief von eben dieser Mitschülerin. Sie beschreibt darin, dass sie auf den Tapes 13 Begebenheiten festgehalten hat, die sie in ihrem Entschluss bestätigt haben. Verbunden mit diesen 13 Begebenheiten sind 13 Personen. Clay ist eine davon. Doch er kann sich beim besten Willen nicht erklären, wie er diese traurige Entscheidung beeinflusst haben sollte…

Empfehlung:  Insgesamt fand ich das Buch sehr gut geschrieben. Kein einfaches Thema, das muss einem klar sein, wenn man das Buch zur Hand nimmt. Teilweise stockt einem der Atem, stellenweise zu Tränen gerührt. Doch im großen und ganzen auch sehr nachdenklich. Wirklich lesenswert.

Wertung:   4/5

„Elfenblüte – Sonnengelb“

Und wieder einmal Wochenende. Einen wunderschönen ersten Advent wünsche ich!
Auf Grund der Umstände für mich einmal mehr Zeit allein auf dem Sofa. Zeit mit einem Buch. Nichts passt so richtig zusammen dieses Jahr. Weihnachten ist nie meine Zeit. Als Langzeitsingle sind das immer die Wochen in denen mir bewusst wird, wie allein ich eigentlich bin. Dieses Jahr begleitet mich das Gefühl ja schon länger und wird jetzt nur noch verstärkt. Überall planen die Menschen das große Fest im Familienkreis. Und ich werde in diesem Jahr noch nicht einmal meine Eltern sehen. Kein Adventsbesuch in der Heimat.
Und dennoch habe ich ausgerechnet dieses Jahr mal meine Wohnung dekoriert. Wenn doch alle irgendwie Weihnachten etwas einsamer feiern als all die anderen Jahre – dann bin ich doch irgendwie wieder Teil des Ganzen ohne irgendwie als Sonderling am Rande zu stehen, oder?

Autor:   Julia  K.  Knoll

Titel:   Elfenblüte – Sonnengelb

Seiten:   231

Worum geht’s:    Teil zwei der Reihe um Lilly und Alahrian. Zwischen den beiden knistert es gewaltig, doch keiner von beiden traut sich einen Schritt auf den anderen zu zu gehen. Bis sich Alahrian überwindet und Lilly zum Schulball einlädt.
Doch plötzlich sagt er ab. Lilly ist völlig verunsichert. Sogar wütend. Sie hat sich also nur eingebildet, dass er Interesse an ihr hat.
Doch sie ahnt nicht, was ihn wirklich aufgehalten hat. Wie gefährlich sein Leben ist und dass sie schon bald Teil der Kämpfe in der magischen Welt sein wird…

Empfehlung:   Auch der zweite Teil der Reihe konnte mich nicht wirklich überzeugen. Story und Erzählweise bleiben oberflächlich. Weder sonderlich romantisch, noch spannend oder liebevoll. Nicht bereichernd für das Leben, aber auch nicht so schlecht, dass es Zeitverschwendung wäre. Trotz allem – lest etwas anderes, wenn ihr mit dem Gedanken spielt.

Wertung:   2/5

„Sommernachtstod“

 Wochenende! Zeit die Nase in ein Buch zu stecken. 🙂

Autor:   Anders  de  la  Motte

Titel:   Sommernachtstod

Seiten:   432

Worum geht’s:    In einem schwedischen Dorf verschwindet ein 6-jähriger Junge spurlos. Trotz intensiver Ermittlungen wurde nie geklärt wer den Jungen entführt hat. Es wurden keinerlei Anhaltspunkte gefunden, keine Forderungen, keine Leiche. Die Angehörigen versuchen irgendwie ihr Leben weiter zu führen.
Seine Schwester Vera arbeitet inzwischen als Therapeutin und wird dabei mit einem Patienten konfrontiert, der die Erinnerungen an ihren verschwundenen Bruder berührt. Sie kehrt zurück in ihren Heimatort um endlich herauszufinden was damals geschah…

Empfehlung:  Ganz im Stil des Autors konnte mich auch dieses Buch wieder überzeugen. Zu Beginn war ich noch ein wenig skeptisch, fand mich dann aber schnell in die Geschichte und den Spannungsbogen rein. Nette Charaktere, ein guter Mix aus Einblicken und der Möglichkeit die eigenen Gedanken zu kombinieren. Lockerer Schreibstil sodass man sich nicht anstrengen muss beim Lesen. Klare Leseempfehlung die ein spannendes Buch suchen wo nicht das Blut aus den Seiten tropft.

Wertung:   4/5

„Schwarze Brandung“

Und wieder so ein Tag, an dem ich völlig verweint durch die Straßen meiner Kleinstadt laufe um irgendwie das dumpfe Gefühl der Einsamkeit, der Unzufriedenheit und des insgesamten Unwohlseins abzuschütteln. Zurück daheim mit immer noch verweinten Augen hilft vielleicht ein Buch…

Autor:   Sabine Weiss

Titel:   Schwarze Brandung

Seiten:   352

Worum geht’s:    Auf Sylt wird eine Frauenleiche gefunden. Liv fühlt sich auf Grund ihrer Vergangenheit mit Sylt verbunden und lässt sich daher von ihrer Chefin in das Ermittlungsteam berufen. Vor Ort überkommen sie Erinnerungen und die Konfrontation mit ihrer Vergangenheit, die die Ermittlungen erheblich erschweren.
Insgesamt tappen die Ermittler zunächst im Dunkeln, bis sich durch einen Selbstmord der Fall plötzlich von selbst zu lösen scheint. Doch ist der Mord der illegal in Deutschland lebenden jungen Serbin wirklich so banal?

Empfehlung:   Absolute Mittelklasse. Nicht übermäßig spannend, aber glücklicherweise auch nich total langweilig. Interessante Charaktere, nette Kulisse. Plätschert so dahin und ist daher gut zwischendurch zu lesen.

Wertung:   3/5