Probetraining

…abgehakt. Ja, das erste Training hat stattgefunden.

Puh, so ein wenig fehl am Platz fühlt man sich ja schon, wenn sich da gefühlt alle kennen und man selbst mit jedem Schritt Gefahr läuft etwas falsch zu machen (ja, mein Selbstbewusstsein ist besonders in solchen Situationen alles andere als ausgeprägt).
Der mir zugeteilte Trainer konnte mir diese Unsicherheit aber schnell nehmen. Immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, zwischendurch ein Lob. Und was mir sehr gut gefiel – bei all der Betreuung ich immer einen Blick auf die anderen Anwesenden. Das gibt mir ein gutes Gefühl für die Zukunft,

Das Trainingsprogramm könnte zu mir passen. Vor allem auf meine durch den Büro-Alltag geschundene Muskulatur im Schulter-/Nackenbereich werden wir uns konzentrieren. Ich bin gespannt.

Einziger Nachteil – ich fürchte das Programm könnte schnell langweilig werden. So vom Gefühl her. Das muss ich mir jetzt während der Probezeit wirklich gut anschauen ob das langfristig funktionieren könnte. Und vor allem, ob es meinem Rücken gut tut. Ob ich etwas positives bemerke.

Es bleibt spannend. 😉

Advertisements

Lächeln auf Rezept

Fröhlich- und Freundlichkeit kann einem das Leben echt so viel einfacher machen. Einfach mal ausprobieren, auch wenn einem gar nicht danach ist.
Solche Tage, an denen einem nichts passt. An denen man den Kopf unter der Bettdecke begraben möchte. Die kennt jeder. Aber es hilft ja nichts. Wir müssen da durch. Solche Tage gibt es. Und sich in Selbstmitleid zu suhlen macht die Sache nicht besser, sondern meist nur noch schlimmer.

Einfach jemanden anlächeln, der einem entgegen kommt. Egal ob Freund, Kollege oder fremder Mensch auf der Straße. Einfach freundlich lächeln. Die Resonanz? Meist lächelt der andere zurück. Und damit hast du dir selbst ein gutes Gefühl gegeben. Und wahrscheinlich auch den anderen glücklich gemacht.
Ich liebe diesen Effekt. Und ja, meist schaffe ich es mich damit zumindest ein wenig aus meinem eigenen Tief zu ziehen.

Winterblues

Manchmal muss man nur an sich selbst denken und an niemanden anderen. Mich hat ein gewisser Winterblues überfallen. Ich bin wahnsinnig schlecht drauf, ständig müde, mit mir und allem unzufrieden. Der Stress auf Arbeit nervt und raubt die letzten Kräfte. Ich zweifle an mir. Vor kurzem noch in Vorfreude auf das anstehende Weihnachtsfest, realisiere ich nun, dass ein weitere Jahr vergangen ist und ich Weihnachten einmal mehr allein, als Single verbringen werde.

Weil mein Kopf weiß, dass das kein Grund ist um Trübsal zu blasen, heißt es einfach mal meiner Seele was gutes tun. Heute hieß es ausschlafen. Die morgendliche Joggingrunde habe ich ausfallen lassen – nicht an eventuelle Speckröllchen oder Verpflichtungen denken, nur machen wonach einem der Sinn steht. Also habe ich zum Frühstück beschlossen mir etwas zu gönnen, habe den Backofen angeschmissen und mir nach einiger Arbeit ein frisches selbst gebackenes großes Stück Kuchen zu gönnen.
Dann gab es ein bisschen Bastelzeit um für meinen Neffen eine Überraschung vorzubereiten (ich freue mich schon, wenn ich nächste Woche in die strahlenden Augen schauen darf). Am frühen Nachmittag habe ich mir dann einen Herbstspaziergang gegönnt. Eine 2-stündige Wanderung durch die Umgebung. Herrlich, da ich ja nun seit dem Sommer noch ländlicher wohne, habe ich die Natur direkt vor der Haustür. Und ich hatte sogar das Glück, dass sich die Sonne gezeigt hat.
Wieder zurück gab es einen schönen Obstsalat, einen großen Becher Tee und die Muscheldecke auf dem Sofa. Einen Herzschmerz-Film schauen. 🙂
Und jetzt habe ich mir noch Wasser in die Wanne gelassen, ein paar Kerzen angezündet und gönne mir ein ausgiebiges Schaumbad mit einem Buch in der Hand, ehe ich mit diesem ins kuschelige Bett umziehen und den Abend ausklingen lassen werden.

Einfach mal einen Tag Auszeit. Urlaub für die Seele. 🙂

Überwindung

Nach einem beschissenen Tag, an dem du dich eigentlich nur mit einer Tafel Schokolade oder einer Tüte Gummibären auf das Sofa kuscheln möchtest, um deiner Seele was gutes zu tun, muss man sich einfach überwinden und ab in die Sportklamotten.
Ich habe es geschafft. Eine größere Laufrunde liegt hinter mir, eine warme entspannende Dusche und nun das gute Gefühl der  Versuchung widerstanden zu haben und mich trotzdem wohl zu fühlen. Schade dass man sich so selten überwinden kann, auch wenn man weiß dass es hilft…

„Vielleicht morgen“

Ein verregnetes kaltes Wochenende liegt hinter mir (und trotzdem hat die Zeit für die letzten 50 Seiten nicht gereicht, die mussten bis Montag warten). Beste Stimmung um sich mit einem Buch aufs Sofa zu kuscheln.

Autor:   Guillaume MussoVielleicht morgen

Titel:   Vielleicht morgen

Seiten:   468

Worum geht’s:   Matthew kämpft mit einem Schicksalsschlag. Auch fast ein Jahr nach dem Tod seiner Frau kann er mit der Trauer nicht umgehen. Lebt nur noch seiner kleinen Tochter zuliebe. Er kauft ein Notebook, welches sein Leben verändern soll.
Auf der anderen Seite ist Emma. Eine junge Frau, die ihr Leben nicht so recht im Griff hat. Dunkle Schatten liegen auf ihrer Seele und nicht erst einmal hat sie versucht ihrem Leben ein Ende zu setzen.
Und dann kreuzen sich die Wege von Emma und Matthew und sollen für beide eine ungeahnte Wendung bringen.

Empfehlung:   Ich hätte das Buch wahrscheinlich nicht gelesen, wenn ich es nicht zufällig im Bücherregal meiner Mama gefunden hätte. Typischer Liebesroman dachte ich. Na gut, kann man zwischendurch ja mal lesen. Und was anderes war gerade nicht griffbereit. Doch schon nach den ersten Seiten merkte ich, dass es etwas ganz merkwürdiges werden würde und keinesfalls eine klassische Liebesgeschichte. Ich war enttäuscht. Aber ein Buch weg legen? Nein, kommt eigentlich nicht in Frage. Und plötzlich entwickelte sich die Geschichte in eine völlig andere Richtung. Das Buch schaffte es, mich trotz meiner Skepsis zu fesseln. Und so verschlang ich einen Großteil der so spannend geschrieben war, dass ich einfach wissen wollte wie es weiter geht. Allerdings, um dann in einem wieder eher langweiligen Finale zu enden… Es fällt mir also schwer hier eine Empfehlung abzugeben. Aber wahrscheinlich gerade deshalb und weil es mal was anderes ist – ja, ruhig lesen.

Wertung:   4/5

Klärung

Ich bin und bleibe ein Harmonie-Mensch. Recht oder Unrecht relativiert sich irgendwann. Also entscheide ich, dass ein Gespräch mit RH die Situation nicht mehr verschlimmern kann und spreche unser Problem endlich an.
Wir klären miteinander, dass wir eigentlich gar kein Problem haben (Ich verstehe es zumindest nicht. Und ihn nicht. Ich vermute er hat erkannt, dass er überreagiert hat, kann das jetzt aber natürlich nicht zugeben…).

Und plötzlich ist das Schweigen nicht mehr drückend und alle Freude verschlingend. Man muss nicht ununterbrochen miteinander reden nur weil man sich ein Büro teilt. Völlig klar. Auf einmal sitzen wir uns gegenüber und es fühlt sich wieder normal an. Es ist ein einvernehmliches Schweigen.
Ich hoffe dass wir diesen Zustand festhalten können. Dass ich wieder mit mehr Freude zur Arbeit gehen kann. Und wir nicht bei der nächsten Kleinigkeit oder dem nächsten womöglich sich anbahnenden Missverständnis in dieses Kindergartenähnliche Verhalten zurück fallen.
Ich weiß nicht was in seinem Leben los ist, dass er so reagiert. Aber ich habe nicht die Kraft immer aufzupassen was ich tue, was ich sage. Ich bin nun einmal wie ich bin – mein Herz liegt auf meiner Zunge und ich rede meist schneller als ich denke. Ich meine aber eigentlich nie etwas böse. Bei mir weiß man woran man ist. Tritt man mir freundlich gegenüber, bekommt man das zurück. Dieses vorsichtige Herantasten und immer fürchten der Gegenüber könnte etwas in den falschen Hals bekommen. Das kann ich einfach nicht. Ich bin gespannt. Aber erst einmal fühlt es sich wieder gut an. 🙂

Einstimmen auf den Advent

Nachdem ich letztes Jahr eine so traurige Vorweihnachtszeit hatte (die Aussicht darauf als Single völlig allein auch ohne Eltern und/oder Geschwister zu feiern hatte mir ganz schön Angst gemacht), merke ich dieses Jahr, dass ich mich umso mehr auf diese Zeit freue.
Meine Schwester und meine Eltern waren letztes Jahr mindestens genauso traurig wie ich als sie bemerkten, dass ihre Planungen dazu geführt hatten, dass ich allein übrig blieb. Daher haben Sie dieses Jahr beschlossen mir ein möglichst schönes Weihnachtsfest zu bereiten und ich darf bei so vielen Kleinigkeiten meine Wünsche äußern. Dabei habe ich kaum Wünsche. Ich freue mich einfach darauf die Zeit mit ihnen gemeinsam zu verbringen und bei den Kleinen meiner Schwester die strahlenden Augen an Heilig Abend erleben zu dürfen.
Zusammen mit dem Stress auf Arbeit im Moment, ist die Weihnachtszeit einfach etwas, auf das ich diese mal richtig hinfiebere. Dann werde ich endlich etwas Ruhe haben. Ich werde eine Auszeit bekommen und mich ein wenig erholen können.

Alles zusammen führt dazu, dass ich mir dieses Jahr schon jetzt Gedanken über die Adventszeit mache. Auch wenn es noch zu früh ist um die ersten Lebkuchen zu essen und die Wohnung zu dekorieren. Ich habe mir dennoch schon einen Adventskalender gekauft. Ich hatte seit meiner Kindheit keinen mehr. Also mal vom Standard-Schokoladen-Kalender abgesehen. Dieses Jahr gibt es einen, der auch dekorativ was her macht. Einen den man befüllen kann, um jeden Tag eine kleine Freude zu erleben.
Aber: ich muss den ja selbst füllen… Schade eigentlich, weil dann die Überraschung ein wenig weg ist. Egal, die Freude wird trotzdem da sein. Allerdings bin ich etwas planlos. Was ich weiß ist, dass ich ihn nicht mit Süßigkeiten füllen möchte. Das wäre kontraproduktiv beim „auf-die-Figur-achten“. Das wird Weihnachten schwer genug. Hat jemand Ideen?

Absage

Meinem Date vom letzten Wochenende muss ich noch möglichst freundlich beibringen, dass das von meiner Seite aus nichts wird mit uns. Ich tu mich da immer ziemlich schwer mit. Wer will seinem Gegenüber schon mitteilen, dass er den eigenen Ansprüchen nicht genügt. Aber meine Meinung zu dem Thema ist klar – hier hilft nur ehrlich sein. Ich denke das sollte immer der Weg der Wahl sein, denn er ist fair.

Ich höre auch nicht gern, dass mich jemand nicht mag. Oder halt nicht genug mag. Besonders wenn ich vielleicht schon Gefühle investiert habe. Aber lieber ich weiß das direkt, als dass ich in alle Kleinigkeiten etwas hinein interpretiere und mir Hoffnungen mache. Also los – Mut zusammen nehmen und ehrlich eine Absage erteilen. Auch wenn der andere dann womöglich nicht so gut auf einen zu sprechen ist. Mann kann es im Leben nicht allen Menschen recht machen.

Grundstein…

…der ist gelegt für wieder mehr Sport in meinem Leben. Nachdem das mit dem Laufen seit dem Umzug (und dem total überraschenden Herbst-/Wintereinbruch) nicht mehr so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt hatte, habe ich mich in den letzten Tagen nach Alternativen umgeschaut. Man muss sich immer wieder selbst motivieren und Wege finden.

Daher hatte ich ein Beratungsgespräch im örtlichen Fitnessstudio. Das Angebot konnte mich überzeugen. Ich werde nun versuchen mit Hilfe von Fitnesskursen in der Gruppe (ja, der Gemeinschaftszwang hilft bekanntlich gegen den inneren Schweinehund) und einem ausgeklügelten Gesundheitsprogramm für meinen Bürojob geplagten Rücken versuchen etwas für mich und meinen Körper zu tun. Und ganz nebenbei soll das Yoga-Angebot dafür sorgen, dass ich den Stress auf Arbeit irgendwie los werde und die zusätzliche Zeit für den Sport nicht als Belastung, sondern im Gegenteil als willkommenen Ausgleich empfinde. Ich bin gespannt. Leider dauert es bis zur ersten Trainingsstunde noch etwas, da erst einige Formalitäten erledigt werden müssen. Ich werde berichten (und hoffentlich lange am Ball bleiben – kostet ja ein bisschen was). 😉

Umgangsformen

Unstimmigkeiten zwischen zwei Personen hin oder her – ein Grundmaß an Höflichkeit darf man ja wohl in jeder Situation und in jedem Alter erwarten. Für mich gehört da auch dazu, dass man seinem Gegenüber nach einem Nieser wenigstens kurz „Gesundheit“ wünscht. Vor allem wenn man sich seit Jahren ein Büro teilt und eigentlich mal der Meinung war, man würde sich gut verstehen. Für RH scheint seit einiger Zeit selbst das zu viel zu sein…