„Cleanland“

Zufällig über ein Buch gestolpert, welches so gut zur aktuellen Zeit passt (und ja, auch erst letztes Jahr geschrieben). Einfach mal einen Blick in die Zukunft wagen. Was uns bevorstehen könnte, wenn wir die aktuelle Pandemie in eine extreme Richtung weiter denken. Krank sein hat ja zumindest einen Vorteil – man hat Zeit zum Lesen. 😉

Autor:   Martin SchäubleCleanland

Titel:   Cleanland

Seiten:   208

Worum geht’s:    Ein Leben in völliger Reinheit. Soziale Kontakte werden auf Grund von Ansteckungsgefahr auf ein Minimum reduziert. Der Staat überwacht die Einhaltung aller „Reinheitsregeln“. Shilo glaubt an das ihr aufdiktierte Leben. Es ist zu ihrem Schutz. Damit sich die Folgen der schweren Pandemie nicht wiederholen. Keime, Viren und Bakterien können tödlich sein. Also muss sie sich und alle anderen schützen.
Doch als die Familie ihrer besten Freundin mit dem System in Konflikt gerät und Shilo parallel einen interessanten jungen Mann kennenlernt, mit dem sie sich nicht treffen darf, stellt sie die Maßnahmen und ihre Lebensweise in Frage…

Empfehlung:  Ich war von der Idee begeistert sich vorzustellen in welche Richtung sich ein Leben nach der Pandemie entwickeln könnte. Klar ist, dass es völlig überzogen ist, was hier aufgezeichnet wird. Dennoch ein interessanter Gedanke. Leider hat die Story enorme Lücken, weshalb sie mich nicht überzeugen konnte und zu oft unglaubwürdig wirkt. Insgesamt nett verpackt mit einer Liebesgeschichte unter Teenagern. Grundsätzlich sehe ich aber die Gefahr, dass sich die überall auftretenden Verschwörungstheorien bei Kenntnis dieses Buches noch verschärfen könnten. Daher unbedingt beachten – das ist nichts weiter als ein Roman. So kann und wird das Leben niemals aussehen.

Wertung:   3/5

„Totenfrau“

Weil ich eine komplette Trilogie erstanden habe, wollte ich mich noch mal „schnell“ in den Auftakt der Reihe einlesen und habe tatsächlich seit langem mal wieder bewusst ein Buch gelesen, welches ich schon einmal gelesen hatte… Obwohl ich die Story schon kannte, konnte es mich tatsächlich noch einmal begeistern/überzeugen. Von daher definitiv eine Empfehlung an dieser Stelle!

Bernhard Aichner; Totenfrau

Totenfrau

 

„Komisch, alles chemisch“

Zwischendurch nach den fiktiven Kriminalfällen mal etwas, was in Richtung Bildung geht. 😉 Und wenn es um Biologie oder Chemie geht, bin ich ja quasi sofort dabei!

Autor:   Mai Thi Nguyen-KimKomisch, alles chemisch!

Titel:   Komisch, alles chemisch!

Seiten:   256

Worum geht’s:    Mit viel Herzblut und Fachwissen versucht die studierte Chemikerin uns alles rund um die Chemie im Alltag mit einfach Beispielen zu erklären. Die morgendliche Tasse Kaffee wird auf einmal zum Anschauungsobjekt für Atombewegungen und bieten den Einstieg in das Thema Wärmeleitfähigkeit. Durch einen Tag hindurch begleiten wir Mai und lernen wie Chemie unser Leben beeinflusst, ja sogar erst möglich macht.

Empfehlung:  Leider hat mich das Buch nicht so überzeugt, wie ich es erwartet und gehofft hatte. Nach starkem Start, hat es doch merklich nachgelassen. Ich verfüge über ein überdurchschnittliches chemisches Hintergrundwissen – musste mich aber an einigen Stellen fragen, ob der Durchschnittsbürger den Erklärungen würde folgen können. Und damit ist das Ziel – nämlich Chemie für alle verständlich und interessant zu machen, doch eigentlich gescheitert. Denn wer schon den einfachen Erklärungen aus diesem Buch nicht folgen kann, wird sich nur bestätigt fühlen, dass das alles viel zu kompliziert ist. Schade drum. Chemie ist nämlich wirklich sehr spannend!

Wertung:   3/5

„Leuchtturmmord“

Wenn das eigene Leben nicht rund läuft, hilft vielleicht ein Krimi um zu realisieren, dass es noch viel schlimmer sein könnte. 😉

Autor:   Katharina PetersLeuchtturmmord

Titel:   Leuchtturmmord

Seiten:   323

Worum geht’s:    Ich inzwischen schon vier Fällen rund um die Ermittlergruppe auf Rügen in deren Mitte Romy Beccare alles koordiniert, ist mir das Team fast schon ans Herz gewachsen. Im aktuellen Fall ermitteln sie zunächst den brutalen Mord einer jungen Frau. Doch schon schnell müssen die Ermittler erkennen, dass der Fall etwas Größeres inne hat – das Opfer ist nur eine von 4 Todesfällen aus einem ehemaligen Freundeskreis. Scheinen die anderen Fälle auf natürliche Todesursachen zurück zu führen zu sein, gibt es am Mordvorwurf im aktuellen Fall keinen Zweifel.
Parallel dazu ermitteln Kollegen in Stralsund an einem Fall von Körperverletzung mit Todesfolge. Illegale Boxkämpfe führten nicht zum ersten Mal zu einem Opfer. Die Spurenlage ist vielversprechend, aber auch gefährlich für die Ermittler.
Dass beide Fälle irgendwie zusammen hängen, mag wenig überraschen. Doch was genau steckt dahinter? Und wie soll das zum Ziel der Ermittlungen in beiden Fällen führen?

Empfehlung:  Leider ein eher schwacher Fall von Katharina Peters. Mich verwirren die Handlungssprünge zwischen Rügen und Stralsund. Zudem immer wieder Einblendungen von scheinbar nicht im Zusammenhang mit den Ermittlungen stehenden Handlungen. Sprünge in die Vergangenheit und aktuelle Ereignisse. Irgendwie alles doch recht durcheinander. Und der Fall insgesamt irgendwie nicht fesselnd… 

Wertung:   3/5

„Der Mädchenjäger“

Urlaubszeit ist Lesezeit. 🙂 Und obwohl sich in den letzten Tagen/Wochen schon wieder einige Bücher bei mir angesammelt haben, fehlte mir mal wieder die Motivation auch darüber zu berichten. Wie oft fehlt mir zwar nicht die Zeit aber schlicht die Energie mich zu irgendetwas aufzuraffen. Selbst die Dinge, die mich gewöhnlich mit Freude erfüllen, fallen mir in den letzten Monaten schwer. Gefangen in Langeweile richtet man sich irgendwie so ein in einem Trott aus nix tun…

Autor:   Paul FinchMädchenjäger

Titel:   Der Mädchenjäger

Seiten:   464

Worum geht’s:    Kommissar Heckenburg will nicht glauben, dass viele scheinbar unabhängige Vermisstenfälle junger Frauen keinen Zusammenhang haben. Es muss einen roten Faden geben, der zumindest einige der Fälle miteinander verbindet. Er verbeißt sich in die Ermittlungen um die Fälle und sucht händeringend nach Hinweisen. Bis er vm Dienst suspendiert und in den Zwangsurlaub geschickt wird. Er will gerade aufgeben, als die Schwester einer der verschwundenen Frauen ihn bedrängt und verlangt gemeinsam weitere Ermittlungen durchzuführen. Beide begeben sich auf eine gefährliche Jagd bei der schnell nicht mehr klar ist, wer hier Jäger und Gejagter ist…

Empfehlung:  Mh,… ich tu mich schwer. Im Moment aber einfach generell. Das ist ja gar nicht auf Bücher bezogen. 😉 Grundsätzlich ist die Story nicht schlecht. Sie hat das gewisse Etwas. Aber irgendwie nicht schlüssig umgesetzt. Manchmal fehlte mir der Zusammenhang zwischen einer Handlung und der nächsten. Insgesamt eher so mittelmäßig.

Wertung:   3/5

„Die Leiden einer jungen Kassiererin“

Man nehme einen verregneten Samstag mitten in der Pandemie, an dem einen vor lauter Untätigkeit mal wieder die Decke auf den Kopf fällt. Dann hilft ein Buch und eine Tasse Kaffe und das heimische Sofa verströmt schon fast so etwas wie Geselligkeit…

Autor:   Anna SamDie Leiden einer jungen Kassiererin

Titel:   Die Leiden einer jungen Kassiererin

Seiten:   169

Worum geht’s:    Der Titel sagt eigentlich schon alles – kleine alltägliche Anekdoten aus dem Leben einer Kassiererin. Einblicke in den Arbeitsalltag, das Zusammenspiel zwischen „Servicemitarbeiter Kasse“ und Kunde sowie die kleinen und großen Probleme die dieser Job mit sich bringt.

Empfehlung:  Kann man ruhig mal gelesen haben. Humorvoller aber durchaus realistischer Einblick in das tägliche Chaos an der Supermarktkasse. Erschreckenderweise wird jeder von uns sich in der ein oder anderen Schilderung wieder finden. Ein Grund mehr manchmal zu reflektieren wie man auf andere wirkt und vielleicht etwas an seinem Verhalten zu ändern. Ich bin schon immer jemand, für den vor allem die Kassiererin hier im Dorfsupermarkt, eher eine vertraute Person als ein Roboter ist. Dennoch ertappe ich mich oft genug dabei, dass ich an der Kasse ungeduldig bin. Die Menschen dort machen ja aber auch nur ihre Arbeit. Haben gute und schlechte Tage. Wie wir alle. Einfach mehr Respekt und Wertschätzung schaden in keiner Lebenslage.

Wertung:   4/5

„Immer wieder er“

Wieder sind ein paar Tage vergangen in dieser aktuell anhaltend so unwirklichen Situation. Ich muss mir immer wieder bewusst machen, dass es mir trotz aller Einschränkungen noch sehr gut geht. Es gibt so viele Schicksale, die ich mir nicht im mindestens vorstellen möchte. Und dennoch – ich komme irgendwie mental immer mehr an meine Grenzen. Der Hauptfaktor ist nach wie vor, dass ich mit mir selbst gefühlt jeden Tag unzufriedener werde. Wenigstens die Laufrunden werden langsam wieder länger. So ab 5 km darf man das ja auch wieder Sport nennen. 😉 Und ein neues Sportprojekt habe ich auch gestartet. Mal schauen ob das vielleicht etwas für mich ist und die fehlenden Besuche im Fitnessstudio ersetzen kann. Irgendwie muss ich den Teufelskreis aus Langeweile und zu viel Essen endlich durchbrechen. Lesen hilft immerhin um etwas Zeit tot zu schlagen und die Gehirnwindungen in Arbeit zu halten.

Autor:   Mira Morton

Titel:   Immer wieder er

Seiten:   396

Worum geht’s:    Radiomoderatorin Sissy quält sich so durchs Leben. Nach dem Verlust ihrer Eltern und einem schmerzhaften Liebes-Aus, verliert sie irgendwie den Boden unter den Füßen. Im Job läuft es eigentlich nicht schlecht – wenn da der unausstehliche Chef nicht wäre.
Auf dem Weg zur Frühschicht stolpert ihr Alessandro über den Weg. Oder viel mehr sie ihm. Für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick. Er gibt alles dafür Sie kennenzulernen und ihr Herz zu erobern. Aber Sissy merkt gar nicht, dass da jemand ernsthaft Interesse an ihr hat…

Empfehlung:  Nein. Absolut nein. Ich weiß gar nicht wo ich das Buch her habe? Ich hatte sowohl beim Titel als auch beim Cover einfach nur auf einen kitschigen Frauenroman mit viel Liebe gehofft. Und ja, das war auch Teil der Geschichte. Aber nebenbei immer diese verwirrenden „Einblicke“ in sich materialisierende Gefühle, die das Leben der Menschen völlig durcheinander bringen? Nee, wirklich nicht gut gemacht. Wer einen Einblick in die Macht unserer Gefühle gewinnen möchte und wie sie im Verborgenen versuchen unser Leben zu lenken, der schaue sich bitte den Film „Alles steht Kopf“ anschauen.

Wertung:   2/5

„Darm mit Charme“

Wenn man sich mit Gesundheit und Wohlbefinden auseinander setzt, dann landet man halt auch mal bei Büchern zu dem Thema – daher heute kein Roman und kein Krimi, sondern schon fast so etwas wie ein Sachbuch. 😉

Autor:   Giulia Enders

Titel:   Darm mit Charme

Seiten:   271

Worum geht’s:    Humorvoll wird alles rund um den Darm erklärt. Wie funktioniert Verdauung? Was haben unsere Hormone damit zu tun? Warum wirken sich Probleme im Darm eigentlich auf so viele andere Körperfunktionen aus? Eine interessante Reise durch den ganzen Körper.

Empfehlung:  Ja, kann man auf jeden Fall lesen, wenn man sich ein bisschen für Zusammenhänge im eigenen Körper interessiert. Man braucht weder ein Medizinstudium noch sonstige Vorkenntnisse. Alles sehr einfach beschrieben und gut nachzuvollziehen. Und keine Angst – das ganze Thema wird sehr humorvoll behandelt, sodass hier nix unangenehmes bildhaft dargestellt wird. Die ersten Seiten/Kapitel haben mich total begeistert, zum Ende hin hat das Buch dann aber leider die Erwartungen nicht halten können. Es wurde dann doch etwas langatmig…

Wertung:   3/5

„Tödliches Lachen“

Weil spannende Krimis und Thriller immer noch das beste sind um den Kopf zu beschäftigen und die Leidenschaft fürs Lesen zu beflügeln, mal wieder zu altbewährtem gegriffen. 😉

Autor:   Andreas Franz

Titel:   Tödliches Lachen

Seiten:   446

Worum geht’s:    In Frankfurt gibt ein grausamer Mord den Ermittlern Rätseln auf. So grausam zugerichtet wurden Frauen zuletzt nur von Jack the Ripper. Irgendetwas scheint den aktuellen Fall mit einigen Monaten zurück liegenden Morden in Verbindung zu bringen. Aber handelt es sich wirklich um einen Serienmörder der eine Pause eingelegt hat oder einen noch grausameren Nachahmungstäter?
Als Ermittlerin Julia Durant vom Täter persönlich kontaktiert wird, verunsichert das die Ermittler nur noch mehr. Mit einem weiteren Opfer steht jedoch endgültig fest, dass dies ein Spiel gegen die Zeit ist um weitere Frauen zu schützen.

Empfehlung:  Mittelmäßig. Inzwischen ja schon der neunte Fall rund um Ermittlerin Julia Durant und ihr Team. Daher weiß man irgendwann worauf man sich einlässt. Schreibstil und Milieu der Morde sind nicht überraschend. Ich mag das Team irgendwie und lese daher gern die Bücher. Allerdings stören mich die Sprünge im Privatleben der Ermittler zwischen den einzelnen Bänden doch sehr. Da komme ich manchmal nicht mit. Im vorliegenden Fall finde ich vor allem den Nebenschauplatz des Privatlebens von Julia Durant und ihrem Kollegen Hellmer nicht stimmig. Insgesamt ein solider Krimi der auf Grund der Beschreibung der Leichen etwas an die Nerven geht, insgesamt aber nicht übermäßig fesselnd ist.

Wertung:   3/5

„Vergessen – nur du kennst das Geheimnis“

Corona bedeutet ja nach wie vor viel Zeit zum Lesen. 😉 Und dank wunderbarstem Wetter endlich wieder mit heißem Tee und warmer Decke draußen auf dem Balkon. 🙂

Autor:   Claire Douglas

Titel:   Vergessen – nur du kennst das Geheimnis

Seiten:   464

Worum geht’s:    Kirsty baut sich mit ihrer kleinen Familie gerade ein neues Leben auf. Sie sind aufs Land gezogen und eröffnen ein Gästehaus. Doch nichts funktioniert so, wie sie es sich in ihren Vorstellungen ausgemalt haben. Die Nachbarn akzeptieren die zugezogene Familie nicht, die Kinder wollen zurück in ihr altes zu Hause und dann taucht auch noch die Jugendfreundin von Kirsty auf, mit der sie aus gutem Grund seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte…

Empfehlung:  Ein sehr interessantes Buch. Irgendwie mal ein völlig anderer Stil. Kein Thriller im klassischen Sinn, dennoch sehr spannend. Ich habe ein wenig Zeit gebraucht um in die Geschichte hinein zu finden. Und stellenweise war es mir doch etwas zusammenhanglos. Insgesamt aber durchaus lesenswert und vor allem in einer Art geschrieben, in der man immer wieder wissen will, welches Geheimnis denn nun zwischen Vergangenheit und Gegenwart lauert. Absolut enttäuschend und irgendwie klischeehaft für mich allerdings das Ende…

Wertung:   4/5