Wohlbefinden

Endlich fühle ich mich mal wieder so richtig wohl in meiner Haut. Was für ein wunderbarer Tag! Warum? Keine Ahnung. Ich würde das glatt als Geheimrezept abspeichern und öfter austesten. 😉

Die Woche ist mal wieder so chaotisch an mir vorbei gerast – ich habe kein Buch im Angebot über das ich berichten kann. Aber der Start ins Wochenende ist so vielversprechend, dass sich da noch Zeit findet. Denn nach ausreichend Bewegung am heutigen Tag und der Erledigung eines Großteils der Haushaltspflichten kann ich es mir jetzt mit ein bisschen Lesestoff gemütlich machen…

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„Galgenhügel“

Der Herbst ist da. Wochenende, Regen – alles ist grau. Und im Gegensatz zu so vielen anderen finde ich das gar nicht doof. Man kann endlich wieder durchatmen. Man kann super gut Sport machen ohne schon beim Umziehen zu schwitzen und zu stöhnen. Und das beste an Herbst und Winter – man kann sich ohne schlechtes Gewissen aufs Sofa einkuscheln und einfach lesen.

Autor:   Tom Finnek

Titel:   Galgenhügel

Seiten:   418

Worum geht’s:   An einem historischen Galgen wird die Leiche einer Frau gefunden. Sie hat Selbstmord begangen. Eigentlich kein Wunder wenn man sich anschaut durch welche Hölle die Frau in den letzten Monaten gehen musste. Doch irgendwie passt doch etwas nicht zusammen, was auf den ersten Blick so logisch schien.
Komissar Tenbrink kann einfach nicht locker lassen. Sein Instinkt sagt ihm, dass hier etwas ganz falsch läuft. Er verbeißt sich trotz privater und gesundheitlicher Probleme in die Ermittlungen rund um die Vergangenheit der Toten und einiger doch zu offensichtlicher Zufälle.

Empfehlung:   Teil eins um eine neue Krimi-Reihe, die ich teste. Kommissar Tenbrink und sein Kollege Bertram ermitteln im Münsterland. Dieser erste Fall führt einen an die Charaktere heran, die Potential für mehr bieten. Der Fall selbst kann mich noch nicht so recht überzeugen. Oder ist es der verwirrende Schreibstil, der mir einmal zu sehr zwischen den Ereignissen und Sichtweisen hin und her springt? Ich kann es nicht greifen – aber überzeugt hat mich der Auftakt noch nicht….

Wertung:   3/5

„Das Schweigemädchen“

Mittagspause und Feierabend = Lesezeit.

Autor:   Elisabeth Norebäck

Titel:   Das Schweigemädchen

Seiten:   480

Worum geht’s:   Stella arbeitet als Therapeutin. Eines Tages kommt eine junge Frau in ihre Praxis, die sie auf eine besondere Art an ihr vor 20 Jahren verschwundenes Baby erinnert. Ihr Kind verschwand damals spurlos aus dem Kinderwagen. Die eingeleiteten Ermittlungen hatten kein Ergebnis und schließlich wurde das Baby für tot erklärt. Doch Stella hat nie wirklich geglaubt dass ihre Tochter ertrunken ist.
Ist die junge Isabelle wirklich ihre Tochter oder spielt ihr Verstand ihr einen Streich? Sie war schon einmal in einer geschlossenen Anstalt, weil sie ihren eigenen Wahrnehmungen nicht mehr trauen konnte. Verliert sie sich in einer Psychose oder ist sie der Wahrheit auf der Spur?

Empfehlung:   Eine sehr außergewöhnliche Geschichte, die aus verschiedenen Sichtweisen immer weiter erzählt wird. Manchmal fällt es schwer den Zusammenhängen zu folgen. Irgendwie sind da doch sehr viele offene Probleme und im Schatten verborgene Ängste der einzelnen Figuren. Insgesamt aber spannend bis einige Zeit vor dem Ende – ist alles nur ein Missverständnis oder stimmt hier wirklich etwas nicht? Einzig das Ende wirkt mal wieder etwas übertrieben und konstruiert.

Wertung:   3/5

Dorfleben

Heute mal ein kurzer Einblick ohne ein Buch (ich hatte einfach eine sehr stressige Woche, da blieb kaum Gelegenheit das Buch überhaupt in die Hand zu nehmen, geschweige denn mehr als eine Seite zu lesen ehe mir die Augen zu fielen). Aber dieser eine Moment, von dem muss ich erzählen.

Wenn du an der Supermarktkasse stehst und vor dir der klassische Rocker in seiner Lederkluft Waren auf das Band legt. Dann ist das erst mal noch völlig unspektakulär.
Wenn er dann aber nach dem Zahlen ein kleines Stoffnetz heraus holt um die Ware darin zu verstauen, dann ist das irgendwie niedlich.
Und wenn dann die Kassiererin mit einem Lächeln zu dir sagt: „Dieser Bär von einem Mann und dann so ein süßes Einkaufsnetz – die Welt hat immer wieder eine Überraschung zu bieten.“

Nachhaltigkeit und ein bisschen an unsere Umwelt denken kommt halt wirklich überall an langsam. Zum Glück. 🙂

„Im Schatten unserer Wünsche“

Die ein oder andere Mittagspause gepaart mit einem glücklicherweise ruhigen Samstag der ganz im Zeichen der Erholung stand – wieder ein Buch als gelesen abgehakt. 😉

Autor:   Jeffrey Archer

Titel:   Im Schatten unserer Wünsche

Seiten:   540

Worum geht’s:   Emma Clifton bekommt endlich die Gelegenheit den Vorstandsvorsitz der Barrington Schifffahrtsgesellschaft zu übernehmen. Doch wie schon in der Vergangenheit gibt es genügend Neider und Intriganten, die alles daran setzen ihr zu schaden und dies unmöglich zu machen.
Parallel ist auch das Leben von Sebastian Clifton wieder Teil der Clifton-Saga. Wie wird es ihm ergehen nach dem verheerenden Autounfall?
Es gibt in allen Bereichen der Familie Intrigen aber auch Hilfen durch ihnen wohl gesonnene Menschen die teils überraschend in ihr Leben treten, teils schon jahrelang mitwirken.

Empfehlung:   Man kann nicht viel sagen über den Inhalt der Saga ohne zu viel vorweg zu nehmen. Es ist inzwischen Teil vier den ich hier gelesen habe und ich habe ihn wieder sehr gern gelesen. Das Buch ist stimmig und locker geschrieben. Die Geschichte um das Leben so vieler Menschen die miteinander verbunden sind ist nach wie vor spannend. Teilweise war das Buch etwas verwirrend oder langatmig – aber das tut dem Gesamteindruck keinen großen Abbruch. Ohne sich den Familien Barrington und Clifton verbunden zu fühlen (also ohne die vorherigen Bände gelesen zu haben), birgt diese Geschichte aber nichts besonderes. Als weiteren Teil der Serie kann ich das Buch empfehlen und werde das Schicksal mit dem nächsten Teil weiter verfolgen.

Wertung:   4/5

„Hafenmord“

Eine sehr anstrengende Woche liegt hinter mir. Irgendwo hat sich da eine Erkältung in meinem Körper versteckt, die sich noch nicht entscheiden kann ob sie mir weiter Kräfte raubt oder eigentlich gar nicht da ist… Entsprechend wenig Zeit blieb zum Lesen – ich war einfach nach den Büro-Tagen zu müde und habe entsprechend etwas länger für das aktuelle Buch gebraucht.

Autor:   Katharina Peters

Titel:   Hafenmord

Seiten:   316

Worum geht’s:   In einem alten Fabrikgebäude wird die Leiche eines Familienvaters gefunden. Er wurde übel zugerichtet und erschlagen. Doch bei dem charmanten und in seinem Umfeld sehr geschätzten Mann gibt es keinerlei Hinweise auf ein Tatmotiv – und damit fehlt jede Spur zu einem Täter. Als die Polizei kurz darauf auf dem Gelände eine weitere Leiche findet, scheint sich eine Spur zu ergeben. Oder doch nicht? Beide Fälle liegen einfach viel zu viele Jahre auseinander.

Empfehlung:   Nachdem mir die Reihe rund um Hannah Jakob so gut gefallen hat, wollte ich nun mit einer neuen Reihe der Autorin starten und hoffentlich an meine Begeisterung anknüpfen. Das ist leider nicht gelungen. Die Story ist nicht richtig rund. Die Charaktere des Ermittlerteams werden vorgestellt, aber ich konnte mit ihnen nicht warm werden. Stellenweise war mir das Buch auch einfach zu langatmig. Das Ende hingegen wirkt, wie so oft, konstruiert. Übereilt um schnell fertig zu werden. Musste die Autorin hier einen Abgabetermin einhalten? Ich kann dieses Buch zumindest nicht als Erst-Lesewerk der Autorin empfehlen und habe mich noch nicht entschieden, ob ich der Reihe um die Rügener Ermittler eine weitere Chance geben werden…

Wertung:   3/5

„Das Syndikat der Spinne“

Ein paar Tage Auszeit. Urlaub mit der Familie. Schön aber auch anstrengend. Insgesamt nur wenig Zeit um die Nase in ein Buch zu stecken, aber mal ein Ausgleich der einen erdet. Der einem aufzeigt was die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind. Und ich bin, obwohl zwischenzeitlich mit den Nerven an der Grenze und froh wieder daheim zu sein, sehr ausgeglichen und geerdet. Ich mag mich und mein Leben gerade wieder. Ich nehme ein paar Dinge in die Hand. Ich bin toll so wie ich bin. Auch wenn ich manchmal ein bisschen kompliziert bin. 😉

Autor:   Andreas Franz

Titel:   Das Syndikat der Spinne

Seiten:   640

Worum geht’s:   Mord und Selbstmord – so sieht es zumindest auf den ersten Blick aus, als ein hoch angesehner Juwelier und eine Prostituierte tot in Frankfurt aufgefunden werden. Doch Kommissarin Julia Durant hört auf ihr Bauchgefühl – und das sagt ihr, dass hier etwas nicht stimmt. Sie findet auch schnell heraus was da nicht stimmt und ist einem Doppelmord auf der Spur. Als kurz darauf weitere Morde bekannt werden ist schnell eine Verbindung zur organisierten Kriminalität klar. Durch Zufälle und Kontakte gelingt es Julia Durant hinter die Kulissen zu schauen. Und vielleicht ist es möglich einen großen Schlag gegen die Gruppierung zu realisieren?

Empfehlung:   Mh,… Ja, kann man lesen. Ist grundsätzlich gut geschrieben. Aber irgendwie nicht so recht mein Thema. Also es ist kein fesselnder Thriller. Es ist eher ein Kriminalroman bei dem es um die Ermittlungsarbeit aber nicht um Spannung geht. Man ist dabei wenn immer mehr Spuren zusammengetragen und kombiniert werden. Ob am Ende wirklich etwas erreicht werden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können oder nicht bleibt lange offen. Man muss halb wissen worauf man sich bei diesem Buch einlässt, dann ist es schon ganz gut. 😉

Wertung:   4/5

„dicker Teufel umständehalber…“

Ich habe das Gefühl, dass ich die letzten Wochen ungewöhnlich viel Zeit zum Lesen habe. Es gibt schlimmeres, oder? 😉

Autor:   Sebastian Niedlich

Titel:   Dicker Teufel umständehalber in liebevolle Hände abzugeben

Seiten:   360

Worum geht’s:   Mephy, Fürst der Finsternis, möchte gern von Gott auf die Erde geschickt werden um sich dort in Ruhe eine Frau zu suchen, die er dann in der Hölle in alle Ewigkeit an seiner Seite haben wird. Die Verhandlungen mit Gott sind zäh, aber schließlich willigt er ein. Mephy darf auf die Erde. Doch als der Teufel in Person innerhalb kürzester Zeit die Frau fürs Leben zu finden ist gar nicht so einfach…

Empfehlung:   Ja, sehr humorvoll geschrieben. Natürlich total abstrus – aber das dürfte bei Titel und Autor eh klar sein. Es gab viele schöne Momente an denen sich mir ein Lächeln ins Gesicht stahl, es ließ sich entspannt durch lesen ohne schwer den Kopf anzustrengen. Humorvolle Lektüre für zwischendurch.

Wertung:   4/5

„The Girl – ein tödlicher Sommer“

Eigentlich wollte ich mit einem packenden Thriller in die Woche starten…

Autor:   Anna Yorck

Titel:   The Girl – ein tödlicher SOmmer

Seiten:   424

Worum geht’s:   Macy verbringt einen scheinbar normalen Sommer im Teenageralter. Viele Partys, die scheinbar große Liebe und alles was so zu „Mädchenproblemen“ zählt. Doch die Region ist etwas in Aufruhr – seit einiger Zeit verschwinden junge Frauen. Von manchen wurden die Leichen gefunden, andere bleiben verschwunden. Ein mulmiges Gefühl beschleicht Macy. Doch als ihre Mutter spurlos verschwindet, ist da plötzlich mehr als nur ein Gefühl. Und Macy weiß nicht ob sie in großer Gefahr schwebt oder sich alles nur einbildet.

Empfehlung:   Nein. Ich habe derzeit leider kein glückliches Händchen bei der Buchauswahl. Ich konnte mich hier nicht hinein finden. Ich konnte mit den Hauptfiguren einfach null mitfühlen. Ich wurde nicht Teil der Geschichte. Damit hat mich die Angst nicht erreicht. Kein mulmiges Gefühl. Und manche Dinge sind mir bis zum Ende so völlig abstrakt geblieben, dass ich mich frage wo ich etwas verpasst habe…

Wertung:   2/5

„Männer und andere Katastrophen“

Zwischendurch mal wieder ein richtiger Frauenroman.

Autor:   Kerstin Gier

Titel:   Männer und andere Katastrophen

Seiten:   320

Worum geht’s:   Judith ist mit ihrem Leben und ganz besonders mit ihrer Beziehung unzufrieden. Ihre Freundinnen leben gefühlt immer mehr in anderen Spähren. Was die an Männern attraktiv finden – da würde Judith am liebsten davon laufen. Mit der Trennung von ihrem Langzeitfreund geht die Partnersuche los. Doch es gibt auf der ganzen Welt scheinbar nur Idioten – was auch ihre Freundinnen zunehmen merken…

Empfehlung:   Nein. So was von absoluter Schrott. Das Buch darf sich noch nicht mal Frauenroman nennen. Da habe ich nichts gefunden, was mich irgendwie faszinieren konnte. Völlig durcheinander, völlig weltfremd und bei allem noch nicht mal humorvoll. Daumen runter. Ich hab zwischendurch ein paar mal überlegt ob ich überhaupt weiter lese – aber Bücher nicht zu Ende bringen…?

Wertung:   1/5