„AchtNacht“

Weil Pfingsten ist und es bei Regen nichts schöneres gibt als sich mit einem Buch aufs Sofa zu kuscheln (und bei Sonnenschein mit Buch und Kaffee raus auf den Balkon) gibts direkt noch eins.

Autor:   Sebastian FitzekAchtNacht

Titel:   AchtNacht

Seiten:   407

Worum geht’s:   Eine Internetseite ruft dazu auf straffrei zwei Menschen zu töten. Nicht nur straffrei sondern auch noch mit 10 Millionen Euro als Belohnung. Das alles scheint völlig an den Haaren herbei gezogen – aber es finden sich immer irgendwo Menschen die Dinge aus dem Internet glauben. Und so begleiten wir die zwei Gejagten auf ihrer Flucht durch ganz Berlin.

Empfehlung:   Wieder ein sehr guter Thriller von Sebastian Fitzek. Direkt von der ersten Seite an fühlte ich mich als Teil der Geschichte. Einfach mal das Umfeld ausblenden und sich auf die Story einlassen. Wobei ich im Gegensatz zu anderen Büchern von ihm diesmal immer wieder ans Zweifeln kam, ob das wirklich alles authentisch ist. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite mit gewohnt überraschenden Wendungen.

Wertung:  4/5

„Arschkarte“

Auszeit vom Alltag – die Nase in ein Buch und die Welt um einen herum vergessen…

Autor:   Heiko ThießArschkarte

Titel:   Arschkarte

Seiten:   304

Worum geht’s:   Timo wird von Lena verlassen und schafft es nicht sein Leben als Single auf die Reihe zu kriegen. Er hängt auch nach über einem Jahr noch an seiner Verflossenen und vermasselt so ziemlich alles was in seinem Leben ansteht. Als Werbetexter stolpert er vermeintlich kreativ von einer peinlichen Situation in die nächste. Den Leser lässt der Autor hier an machohaftem Männergehabe teilhaben, das in offensichtlich lustig gemeinten Anekdoten verpackt ist.

Empfehlung:   Nein. Selten ein so unsinniges Buch gelesen. Sorry, absolut nicht mein Humor. Und ganz ehrlich? Wenn Männer so denken oder sich so verhalten, dann wundert mich nicht mehr dass ich Single bin (und bin fast schon wieder froh drum, dass mir dieser Mist in den letzten Jahren erspart geblieben ist).

Wertung:   1/5

Burnout?

Wenn man sich hier so umschaut könnte man meinen, dass ich in den letzten Wochen nichts anderes tue als Bücher zu lesen.
Dem ist natürlich nicht so. Ganz im Gegenteil. Aber das Lesen entspannt mich. Es gibt mir den benötigten Ausgleich.
Die Belastung auf Arbeit hat mich in den letzten Wochen sehr ausgelaugt. Ich bin definitiv an meine Grenzen gekommen – keine sehr schöne Erfahrung. Dass ich abends heim komme, etwas esse, total übermüdet ins Bett gehe und trotzdem nicht einschlafen kann – sehr belastend. Immer wieder bin ich im Kopf die Dinge durch gegangen, die irgendwie organisiert werden müssen. Habe die offenen Projekte hin und her gewälzt und irgendwie eine Lösung für das Zeitproblem zu finden. Morgens dann dank Schlafmangel total gerädert aus dem Bett kriechen und mit halber Energie versuchen im Büro das nötigste abzuarbeiten. Durchbrochen von immer wieder akut auftretenden Problemen in der Fertigung um die ich mich kümmern und alles andere liegen lassen musste.
So ging das über mehrere Wochen jeden Tag. Ich wollte von niemandem mehr etwas wissen. Mir nicht auch noch privat Stress machen. Nach der Arbeit und am Wochenende einfach nur in den Tag hinein leben.
Ich habe einfach keinen Weg gefunden, wie ich mit der Belastung umgehen kann. Ich habe einen (eigentlich sehr netten und umgänglichen) Kollegen aus meinem Büro geworfen. Ich wollte einfach nicht noch mehr Probleme haben und mich um irgendwas kümmern müssen. Mir war in dem Moment alles zu viel. Mir war egal wie er reagieren würde. Er sollte mich einfach nur in Ruhe lassen.
Einige Momente später realisierte ich erst, wie unhöflich und unfair ich gerade war. Diese zusätzliche Belastung mit sich selbst so unzufrieden zu sein – das war echt nicht einfach. Aber ich bin ein Mensch der zu seinen Fehlern stehen kann und versucht diese wieder gerade zu biegen. Daher bin ich am nächsten Tag zu dem betreffenden Kollegen hin und habe mich bei ihm entschuldigt, was er ohne zu zögern angenommen und akzeptiert hat. Diese Geschichte war also schnell wieder aus der Welt. Dennoch – bei mir blieb hängen, dass ich mich ganz schön verändert habe. Ich als ausgesprochener Sonnenschein und eine der freundlichsten Mitarbeiterinnen in der ganzen Firma hatte einen Kollegen beschimpft, der noch nicht mal etwas falsch gemacht hatte.

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„Das letzte Ritual“

Autor:   Yrsa Sigurdardottirdas letzte Ritual

Titel:   Das letzte Ritual

Seiten:   384

Worum geht’s:   Dora, Anwältin eines selbständigen Büros, erhält einen merkwürdigen Anruf mit der Bitte sich um einen Mordfall zu kümmern, der eigentlich schon aufgeklärt scheint. Die Polizei hat einen Verdächtigen verhaftet und den Fall so gut wie abgeschlossen. Die Eltern des Ermordeten zweifeln jedoch an der Schuld des Verdächtigen und möchten den wahren Mörder ihres Sohnes finden und erfahren, was dahinter steckt. Dora nimmt den Auftrag an und versinkt mit ihren Recherchen immer mehr in der mystischen Welt von Hexerei und schwarzer Magie.

Empfehlung:   Ich hatte gehofft hier auf den Start einer neuen packenden Krimi-Reihe zu stoßen. Aber auch dieses Buch konnte mich wieder nicht so richtig fesseln. Die ganze schwarze Magie war mir etwas zu abstrakt. Die Hauptfiguren nicht zugänglich. Insgesamt wenig Spannung in der Story. Wieder ein Buch der Kategorie – kann, muss aber nicht. Vielleicht gebe ich der Reihe noch eine Chance.

Wertung:   3/5

„Girl on the Train“

Ein sonniges, dank Feiertag verlängertes Wochenende, und ein Bücherregal – herrlich. 🙂

Autor:   Paula HawkinsGirl on the Train

Titel:   Girl on the Train

Seiten:   448

Worum geht’s:   Rachel pendelt jeden Morgen und jeden Abend mit dem Zug nach London und zurück. Auf der Strecke beobachtet sie ein Pärchen, welches in einem der durchfahrenen Wohngebiete ein Haus hat. Durch die täglichen „Begegnungen“ fühlt sie sich mit beiden verbunden, obwohl sie noch nie mit ihnen gesprochen hat.
Plötzlich verschwindet die junge Frau und die Polizei bittet um Mithilfe. Rachel möchte helfen – fühlt sie sich doch mit der verschwundenen Frau wie durch ein Band verbunden. Sie taucht ein in die Suche nach der Vermissten und entdeckt Geheimnisse, deren sie sich lieber nicht gestellt hätte.

Empfehlung:   Naja,… ich hatte mir mehr versprochen von der Beschreibung. Irgendwie plätscherte das Buch so vor sich hin und hat erst in den letzten Seiten an Spannung gewonnen. Ich konnte mich nicht hinein versetzen in die Hauptfigur und konnte daher nicht so recht mitfühlen. Alles in allem aber auch kein wirklich schlechtes Buch.

Wertung:   3/5

„Ich koch dich tot“

Autor:   Ellen BergIch koch dich tot.jpg

Titel:   Ich koch dich tot

Seiten:   315

Worum geht’s:   Durch ein Versehen bringt Vivi ihren Mann um – Rattengift. Doch eigentlich ist das bei all der Tragik auch ein Glücksfall. Sie ist wieder frei in ihrem Leben.  Und so dauert es nicht lang, bis der nächste Mann in ihrem Leben auftaucht. Doch ist er der liebende Gefährte für den er sich ausgibt? Warum stolpert Vivi von einer Katastrophe in die nächste? Und hat die Sache mit dem Rattengift nicht schon einmal völlig problemlos funktioniert?

Empfehlung:   Nein, muss man echt nicht gelesen haben. Ich hatte schone einige Hörbücher von Ellen Berg. Meist sehr sanft und seicht aber lustig. Hier war weder etwas lustiges dabei, noch etwas spannendes. Es plätschert so vor sich hin und hat weder Höhen noch Tiefen.

Wertung:   2/5

„Der Jungfrauenmacher“

Ein paar ruhige Stunden und schon wieder gibt es ein Buch…

Autor:   Derek MeisterDer Jungfrauenmacher

Titel: Der Jungfrauenmacher

Seiten:   413

Worum geht’s:   Durch einen Sturm wird eine Frauenleiche angespült. Der einfache Dorfpolizist Knut Jansen ist sichtlich überfordert, möchte sich aber auch nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, indem durch extern ermittelt wird. Eine zweite Leiche bringt ihn an den Rand seiner Belastbarkeit. Und dann ist da auch noch Helen – eine aus Amerika zurückgekehrte Einheimische, die dort Karriere beim FBI machte. Er sucht bei ihr Rat – erhofft sich aber weit mehr als nur berufliche Zusammenarbeit. In all dem Chaos heißt es aber einen Serienkiller vor weiteren Taten zu finden und zu stoppen.

Empfehlung:   Die Kurzbeschreibung klang vielversprechend, das Buchcover gefiel mir sehr gut. Zudem mal wieder ein Thriller, der in Deutschland spielt. Leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden. Alles in allem keine schlechte Story, aber wie so viele in letzter Zeit konnte sie mich nicht fesseln. Ich war nicht begierig den Mörder zu finden, sondern eher vom drum herum etwas abgelenkt. Da gibt es definitiv bessere Thriller/Krimis um seine Leselust zu stillen.

Wertung:   3/5

„Dann bin ich eben weg“

Was gibt es schöneres als an einem langen Wochenende einfach mal auf dem Balkon zu sitzen, sich von der Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen und in einem Buch zu versinken?

Autor:   Christine FehérDann bin ich eben weg.jpg

Titel:   Dann bin ich eben weg

Seiten:   192

Worum geht’s:   Sina findet sich zu dick. Wie viele Mädchen in der Pubertät zweifelt sie an sich. Sie fängt eine Diät an. Doch sie verliert völlig den Bezug zur Realität und sich selbst und rutsch ab in eine Magersucht. Ihr Umfeld registriert dies zwar, ignoriert es aber bzw. ist einfach zu hilflos um etwas zu tun.

Empfehlung:   Irgendwie hat es mich gereizt mal ein Buch zu diesem Thema zu lesen. Einblick zu bekommen in die Gefühlswelt einer solchen Krankheit. Und grundsätzlich ist dieses Buch dafür geeignet. Ich habe es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen und fühlte mich wie in einer anderen Welt. Ich brauchte hinterher einen Moment um zu erkennen, dass ich da ein Buch gelesen und nicht ein Schicksal miterlebt hatte. Einzig störend fand ich die teilweise auftretenden Sprünge in Gedanken und Träume, die nicht immer so recht nachvollziehbar waren.
Was ich auf jeden Fall feststellen muss – wenn man selbst kein sehr gutes Verhältnis zu seinem Körper hat, kann es schwierig sein das Buch zu lesen. Da ich ja selbst immer wieder mit mir hadere, brauchte ich schon einen Moment und ein paar rationale Gedanken um mich selbst wieder auf Spur zu bringen…

Wertung:   4/5

„Die stille Kammer“

Eigentlich schon im April gelesen (vor ein paar Tagen), aber erst jetzt die Gelegenheit etwas dazu zu schreiben…

Autor:   Jenny BlackhurstDie stille Kammer

Titel:   Die stille Kammer

Seiten:   448

Worum geht’s:   Susan wird aus der Psychiatrie entlassen. Dort hat sie mehrere Jahre verbracht, weil sie ihren Sohn erstickt hat. Sie versucht gerade ihr Leben nach der Entlassung aufzubauen, als merkwürdige Ereignisse sie an ihrem Verstand zweifeln lassen. Was ist damals passiert? Hat sie wirklich ihren Sohn umgebracht? Und warum passieren auf einmal so merkwürdige Dinge?

Empfehlung:   Naja, irgendwie war das alles nicht so ganz rund. Zunächst schien es so, als könne mich die Story packen. Aber eigentlich habe ich mich dann doch eher durch das Buch gequält. Ich kann nicht genau sagen woran es lag. Ob es die Story an sich ist oder der Schreibstil – ich war einfach nicht begeistert.

Wertung:   3/5

„Du, Ich und die Farben des Lebens“

Noch nicht ganz gesund, aber wieder arbeitsfähig. Daher musste das Ende des Buches bis nach Feierabend warten. 😉

Autor:   Noa C. WalkerDu, Ich und die Farben des Lebens

Titel:   Du, Ich und die Farben des Lebens

Seiten:   404

Worum geht’s:   Janica trifft zufällig auf einen jungen Mann der sich das Leben nehmen will. Durch ihre positive Art schafft sie es ihn davon abzubringen und stolpert so in sein Leben und das seines Bruders. Sie wirbelt alles durcheinander und bringt viel positives Chaos mit sich. Bis sie ihre Krebsdiagnose erhält und plötzlich einen eigenen aussichtslosen Kampf antreten muss.

Empfehlung:   Definitiv ja! Absolut lesenswert! Aber – sehr traurig. Am Anfang war es noch ein wunderbarer Roman, der so schön leicht und beschwingt geschrieben war. Doch er wurde schnell immer trauriger und hat mich tief berührt.

Wertung:   5/5