„Totenfang“

Es gibt Momente im Leben, da ist das einzige was zählt der Gedanke an dich selbst. Alles andere einfach mal ausblenden und sich keine Gedanken machen. Für mich gehört zu „meinen“ Momenten auch immer ein Buch.

Autor:   Simon BeckettTotenfang

Titel:   Totenfang

Seiten:   554

Worum geht’s:   David Hunter hadert gerade mit seinem Leben. Einsam und in einer Sackgasse seiner beruflichen Laufbahn angekommen, fehlt ihm jede Motivation. Ein Anruf der Polizei mit der Bitte um Unterstützung bei einem Fall lässt ihn nicht lange zögern. Er macht sich auf den Weg und ist von einer Sekunde auf die nächste mitten drin in einem Drama um nicht identifizierte stark verweste Leichen, Vermisstenfälle die mehrere Familien nicht zur Ruhe kommen lassen und dem Sog nach der Suche der Zusammenhänge und dem oder mehreren Tätern.

Empfehlung:   Mh,… das fällt mir diesmal ziemlich schwer. Ich habe seinerzeit die „Hunter-Reihe“ geliebt und war schwer enttäuscht, dass nach Teil 4 nichts neues mehr kam. Als dann doch vor längerer Zeit dieses neue Buch erschien, hatte ich irgendwie innerlich schon fast mit Hunter abgeschlossen und zu viele andere Bücher auf der „to-read“-Liste. Dennoch – meine stressige Arbeitssituation der letzten Woche hat die Entscheidung gefördert mir endlich dieses Buch zu kaufen – mit entsprechenden Erwartungen. Und die wurden einfach nicht erfüllt. Das Buch war ok. Aber ich konnte mich nicht fallen lassen. Ich war nicht Teil der Geschichte. Ich war nicht gefesselt und fand sie nicht spannend. Auch nicht langweilig. Aber einfach nur ok.

Wertung:   3/5

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„Ein unmoralisches Sonderangebot“

Was für ein merkwürdiges, aber auch schönes Wochenende.
Seit Ewigkeiten mal wieder einfach nur ein paar Stunden auf dem Sofa/dem Balkon gesessen und die Nase in ein/zwei Bücher gesteckt. Daher hier noch eines.

Autor:   Kerstin GierEin unmoralisches Sonderangebot

Titel:   Ein unmoralisches Sonderangebot

Seiten:   304

Worum geht’s:   Eine sehr merkwürdige Familie – die Sippschaft um die Gaertners. Fritz als Oberhaupt der Familie ist unzufrieden mit seinen beiden Söhnen. Beide über 30 und trotz Ehefrau nichts in Sachen Familienplanung zu merken. Beruflich weit entfernt vom Karrieresprung und hoch verschuldet. Er ist der Meinung, dass er da etwas ändern muss – und schlägt beiden Söhnen einen unmoralischen Deal vor. Eine Million Euro für jeden von Ihnen, wenn sie ein halbes Jahr lang die Frauen tauschen. Klar, dass es da einiges zu erleben gibt…

Empfehlung:   Mh,… Also der Schreibstil ist ganz nett. Locker flockig habe ich das mal eben so weg gelesen. Aber definitiv kein Buch mit Tiefgang oder gar einem Bildungsauftrag. Frauenroman. Allerdings mit einer so absurden Idee, dass sie fast schon wieder lustig ist. Kann man zwischendurch gut weg lesen, wenn man einfach mal Beschäftigung braucht ohne über irgendwas nachzudenken.

Wertung:   4/5

„Du+Ich=Liebe“

Nachdem ich die letzten Wochen arbeitstechnisch total unter Strom stand, habe ich endlich mal ein Wochenende komplett frei. Von Freitag Nachmittag bis Montag früh. Also heißt es her mit dem Buch, ab aufs Sofa – Lesezeit. 🙂

Autor:   Heike WannerDu+Ich=Liebe

Titel:   Du+Ich=Liebe

Seiten:   362

Worum geht’s:   Nika und Ben treffen in der Schule aufeinander. Sie müssen irgendwie miteinander klar kommen. Aber Ben ist nicht daran interessiert mit irgendwem in Kontakt zu kommen. Er muss erst mal lernen nach seinem Unfall mit seinem Leben im Rollstuhl klar zu kommen. Und Nika hat keine Lust auf diesen abweisenden Typen. Durch ein Schulprojekt sind sie gezwungen miteinander zu arbeiten. Sie lernen einander auf so intensive Art kennen, dass sich die ganz große Liebe daraus entwickelt. Doch etwas steht dieser Liebe im Weg…

Empfehlung:   Absoluter Glücksgriff! Ja, kitschig. Frauenbuch halt. Was will man bei dem Titel erwarten? Aber soooo schön geschrieben. Ich hatte das Buch innerhalb kürzester Zeit durch (und sehne mich einmal mehr nach jemandem, mit dem ich eine solche Vertrautheit empfinden kann). Zwischendurch gab es natürlich auch Momente wo die Liebe zu scheitern drohte, mit entsprechender Tränen-Gefahr auf meiner Seite. 😉 Selten, dass ich mich in eine Liebesgeschichte so hineinfühlen kann…

Wertung:   5/5

 

„Shadow Man“

Als Vorbereitung auf mein Bewerbungsgespräch in den USA mal wieder ein Buch auf Englisch gelesen (geholfen hat es allerdings nicht).

Autor:   Cody McFadyenShadow Man

Titel:   Shadow Man

Seiten:   496

Worum geht’s:   Smoky Barrett existiert nur noch irgendwie. Leben kann man das nicht mehr nennen. Nach dem Mord ihres Mannes und ihrer Tochter. Sie versucht irgendwie über die Tage zu kommen. Und dann erfährt sie von der Ermordung einer guten Freundin. Sie will dabei sein, wenn ihr Team den Fall bearbeitet. Denn der Täter hat eine Nachricht für sie hinterlassen. Und es ist klar, dass es nicht bei einem Mord bleiben wird…

Empfehlung:   Ja, wieder ein Thriller, der an Spannung einiges zu bieten hat. Ich wollte das Buch zwischenzeitlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Andererseits waren auch einige Längen drin und auf Grund der Sprache habe ich der Handlung auch nicht zu 100% folgen können. Dennoch guter Auftakt einer neuen Reihe für mich.

Wertung:   4/5

„Der Alphabetmörder“

Glücksgriff. Man geht in eine Buchhandlung, greift das erste Buch was einem optisch zusagt und hat seit langem mal wieder eine Auszeit die für einiges entschädigt. 🙂

Autor:   Lars SchützDer Alphabetmörder

Titel:   Der Alphabetmörder

Seiten:   380

Worum geht’s:   Ein Serienmörder sorgt im Westerwald für Unruhe. Über das LKA werden die beiden Profiler Jan Grall und Rabea Wyler zugezogen. Doch irgendwas stimmt da nicht. Jan verbirgt etwas vor seiner jungen Kollegin und auch vor den anderen. Was ist mit ihm los? Und wie sehr hängt das mit der Mordserie zusammen, die kein Ende zu finden scheint?

Empfehlung:   Endlich mal wieder ein Thriller, der mich für sich einnehmen konnte. Eine perfekte Auszeit von den letzten stressigen Tagen. Ich habe ein wenig gebraucht um hinein zu finden und ich habe auch an manchen Stellen so meine inneren Zweifel gehabt. Aber insgesamt spannend geschrieben, ein gutes Debüt von einem Autor, der jünger ist als ich selbst und ein Thriller der Hoffnung auf eine Fortsetzung macht.

Wertung:   5/5

„Wachkoma“

Und schon wieder ein Buch im Versuch meine Stimmung aufzuhellen. Erstaunlich, was das für ein Durchsatz in den letzten Wochen ist. Ob das am Wetter liegt? Dabei unternehme ich gefühlt so viel, wie schon lange nicht mehr. Bin dazu ständig auf Dienstreisen. Keine Ahnung wo die Zeit zum Lesen her kommt. 🙂

Autor:   Katharina PetersWachkoma

Titel:   Wachkoma

Seiten:   384

Worum geht’s:   Zweiter Fall für Hannah Jakob und ihren Hund Kotti. Eine vermisste Frau, die jedoch kurz darauf wieder auftaucht. Und eine zweite spurlos verschwundene Frau bringen Hannah Jakob an ihre Grenzen. Irgendwie hängen die Fälle zusammen. Doch aus der wieder aufgetauchten Berit ist nichts hilfreiches heraus zu bekommen.
Zwischendurch gibt es immer wieder kurze Einblicke in eine lange zurück liegende Zeit in Rumänien. Und lange ist nicht klar, wie das alles zusammen hängt.

Empfehlung:   Naja. Also der erste Teil hat mich definitiv mehr überzeugt. Hier konnte ich mich nicht so recht rein finden und würde der Autorin wohl nicht noch eine Chance geben, wenn mich der erste Teil nicht so fasziniert hätte. Durchhalten vielleicht?

Wertung:   3/5

„Ausgerechnet Den?“

Wochenende = Lesezeit

Autor:   Susan Elizabeth PhillipsAusgerechnet den?

Titel:   Ausgerechnet Den?

Seiten:   480

Worum geht’s:   Phoebe erbt ein Footballteam. Doch mit diesem Sport hat sie so gar nichts am Hut. Sie ist ein Glamour-Girl. Zumindest tut sie nichts um an dieser Meinung etwas zu ändern. Zwangsläufig muss sie sich mit Dan, dem Trainer des Teams auseinandersetzen. Ein Macho, der etwas in ihr berührt was eigentlich längst tot ist. Was sich neckt das liebt sich?

Empfehlung:   Naja, klassischer Frauenroman halt. Was will man erwarten. Ein bisschen Kitsch, ein bisschen Liebe, ein paar Probleme und ein Happy End. Trotz allem sollten mich Schreibstil und Story ein wenig mitreißen, was hier leider nur bedingt der Fall war.

Wertung:   2/5

„Eiskalte Umarmung“

Hitzewelle, schlechte Laune und der Versuch sich abzulenken…

Autor:   Astrid Korten

Titel:   Eiskalte Umarmung

Seiten:   374

Worum geht’s:   Über Jahre hinweg entwickelt sich eine Mordserie. Opfer sind immer junge blonde Frauen, schrecklich zugerichtet. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln.
Parallel begleiten wird ein junges Mädchen durch ihre Kindheit und Jugend – bis auch sie in die Hände des Serienmörders fällt. Doch noch immer keine Hinweise auf den Täter. Was hat ihr Vater damit zu tun? Und was ihre kleine Schwester?

Empfehlung:   Nein. Selten ein so abstruses Buch gelesen. Ich konnte mich weder in den Täter hinein versetzen noch in eines der Opfer das wir hier begleiten. Auch die Polizisten schaffen es nicht mich zu berühren. Insgesamt ist das alles sehr an den Haaren herbei gezogen. Eine Mordserie in einem kleinen Dorf bei München. Über mehrere Jahrzehnte hinweg. Und das völlig unbemerkt? Bei so wenig Einwohnern? Nee, da war ich die ganze Zeit so von Skepsis geprägt, dass ich das Buch nicht genießen konnte.

Wertung:   2/5

„Todeshauch“

Und wieder einmal der Versuch dem stressigen Alltag durch ein Buch ins Reich der Phantasie zu entfliehen…

Autor:   Arnaldur IndridasonTodeshauch

Titel:   Todeshauch

Seiten:   368

Worum geht’s:   In einer Baugrube werden menschliche Knochen gefunden. Schnell ist klar, dass es sich um eine bereits mehrere Jahrzehnte dort verscharrte Leiche handelt. Erlendur und sein Team ermitteln und wollen herausfinden um wen es sich handelt und ob vielleicht damals ein Verbrechen stattgefunden hat.
Parallel begleiten wir eine junge Frau im Elend ihrer Ehe, die von körperlicher und seelischer Gewalt geprägt ist. Schnell ist klar, dass die Zeitsprünge beide Ereignisse miteinander verbinden. Nur was ist damals passiert?

Empfehlung:   Nein. Definitiv nein. Selten habe ich mich so gelangweilt beim Lesen eines Krimis. Ich konnte mich nicht in die Ermittlungen hinein finden. Zu schnell ist klar, dass beide „Geschichten“ miteinander zusammen hängen. Einzig interessant bleibt die Frage, ob am Ende die Frau ihren Mann oder der Mann seine Frau umgebracht hat. Und ob die Ermittler das nach so langer Zeit noch herausfinden werden.

Wertung:   2/5